- Was ist ein BLDC-Motor?
- Was ist die Drehmomentdichte eines BLDC-Motors?
- Welche Parameter sollten bei der Auswahl eines BLDC-Motors berücksichtigt werden?
- Wie wählt man einen BLDC-Motor anhand der Anforderungen aus?
- Was bedeutet der KV-Wert eines BLDC-Motors?
- Wie wählt man die Betriebsspannung eines BLDC-Motors aus?
- Werden ein Getriebe und ein Encoder benötigt?
- Vollständiger Auswahlprozess für BLDC-Motoren
- Praktische Fälle zur BLDC-Motorauswahl von CubeMars
- 3-Achs-Roboterarm — QDD-Aktuator und bilaterale Steuerung
- DIY-Laufroboter — BLDC-Motorauswahl für dynamische Bewegungen
- Mars-Rover — Motorauswahl für komplexes Gelände
- Wie wählt man einen BLDC-Motor für verschiedene Anwendungen aus?
- Häufige Fehler bei der Auswahl von BLDC-Motoren
- CubeMars BLDC-Motorlösungen
- Zusammenfassung
Wie wählt man einen BLDC-Motor aus? Ein vollständiger Auswahlleitfaden
Warum ist die Auswahl eines BLDC-Motors so wichtig?
In Robotern, Roboterarmen, Automatisierungsanlagen, Drohnen und intelligenten Fertigungssystemen ist der Motor eine zentrale Komponente, die die Bewegungsleistung des Geräts bestimmt.
Viele Ingenieure stehen bei der Auswahl eines BLDC-Motors vor ähnlichen Fragen:
Wie viel Drehmoment wird benötigt, um die Anforderungen der Last zu erfüllen?
Wie sollte der KV-Wert ausgewählt werden?
Erfüllt die Motordrehzahl die Anforderungen der Anwendung?
Wird ein Getriebe benötigt?
Ist die Genauigkeit des Encoders ausreichend?
Wie lässt sich ein Gleichgewicht zwischen Gewicht, Größe und Leistung erreichen?
Die Auswahl eines geeigneten BLDC-Motors ist nicht einfach eine Frage des Vergleichs von Leistung oder maximaler Drehzahl. Stattdessen müssen die Anforderungen der Anwendung, die Lastbedingungen und die Anforderungen an die Systemsteuerung umfassend berücksichtigt werden.
Bei gewöhnlichen rotierenden Geräten können Drehzahl und Leistung die wichtigsten Kriterien sein. Bei Hochleistungs-Bewegungssystemen wie Roboterachsen, Roboterarmen und elektrischen Aktuatoren achten Ingenieure jedoch in der Regel stärker auf:
Hohes Ausgangsdrehmoment
Hohe Drehmomentdichte
Schnelle dynamische Reaktion
Präzise Positionsregelung
Leichtbauweise
Langfristig stabilen Betrieb
Daher ist die Auswahl des richtigen BLDC-Motors entscheidend, um die Leistung und Zuverlässigkeit des gesamten Bewegungssystems sicherzustellen.
Was ist ein BLDC-Motor?
Ein BLDC-Motor, also ein bürstenloser Gleichstrommotor, ist ein Permanentmagnet-Synchronmotor, der anstelle einer herkömmlichen mechanischen Kommutierung eine elektronische Kommutierung verwendet.
Herkömmliche Bürstenmotoren verwenden Bürsten und einen Kommutator zur Änderung der Stromrichtung, während BLDC-Motoren einen elektronischen Controller zur Steuerung der Stromumschaltung verwenden und dadurch eine präzise Bewegungssteuerung des Rotors ermöglichen.
Ein vollständiges BLDC-Motorsystem umfasst in der Regel:
Motorkörper
Permanentmagnet-Rotor
Statorwicklungen
Treiber
Positionssensor oder Encoder
Da mechanische Bürsten entfallen, bieten BLDC-Motoren folgende Vorteile:
1. Höherer Wirkungsgrad
Durch die Reduzierung mechanischer Reibungsverluste wird die Energieumwandlungseffizienz verbessert, wodurch sich BLDC-Motoren für Geräte eignen, die über lange Zeiträume betrieben werden.
2. Längere Lebensdauer
Es gibt kein Problem mit Bürstenverschleiß, wodurch der Wartungsaufwand reduziert wird.
3. Höhere dynamische Leistung
BLDC-Motoren können einen schnellen Anlauf, eine schnelle Beschleunigung und eine präzise Bewegungssteuerung erreichen.
4. Besser für Robotikanwendungen geeignet
In Kombination mit einem Encoder, einem Getriebe und einem Steuerungssystem kann eine leistungsstarke Bewegungslösung gebildet werden.
Daher sind BLDC-Motoren zu einer wichtigen Antriebskomponente in modernen Robotik- und Automatisierungssystemen geworden.
Was ist die Drehmomentdichte eines BLDC-Motors?
Bei Robotern, Exoskeletten und humanoiden Robotern reicht es nicht aus, sich ausschließlich auf das maximale Drehmoment zu konzentrieren.
Dies liegt daran, dass Roboter typischerweise Folgendes benötigen:
Geringeres Gewicht
Weniger Einbauraum
Höhere Ausgangsleistung
Daher ist die Drehmomentdichte zu einem wichtigen Kennwert für die Bewertung der Motorleistung geworden.
Berechnungsformel:
Drehmomentdichte = Ausgangsdrehmoment ÷ Motorgewicht
Einheit:
Nm/kg
Zum Beispiel:
Zwei Motoren können beide ein Drehmoment von 10 Nm liefern:
Motor A wiegt 1 kg
Drehmomentdichte:
10 Nm/kg
Motor B wiegt 0,5 kg
Drehmomentdichte:
20 Nm/kg
Für Roboterachsen bedeutet eine höhere Drehmomentdichte:
Leichtere mechanische Strukturen
Geringere Bewegungsinertie
Schnellere dynamische Reaktion
Höhere Energieeffizienz
Daher erhalten BLDC-Motoren mit hoher Drehmomentdichte im Bereich der Robotik zunehmend Aufmerksamkeit.
Welche Parameter sollten bei der Auswahl eines BLDC-Motors berücksichtigt werden?
Bei der Auswahl eines BLDC-Motors sollten die folgenden Kernparameter besonders beachtet werden:
| Parameter | Funktion |
| Drehmoment | Bestimmt, wie groß die Last ist, die der Motor antreiben kann |
| Drehzahl (RPM) | Bestimmt die Bewegungsgeschwindigkeit des Geräts |
| KV-Wert | Beeinflusst die Drehzahlcharakteristik des Motors |
| Spannung | Bestimmt die Kompatibilität mit dem Stromversorgungssystem |
| Leistung | Gibt die Ausgangsleistung des Motors wieder |
| Größe und Gewicht | Beeinflussen die mechanische Integration |
| Encoder | Bestimmt die Genauigkeit der Bewegungssteuerung |
| Getriebe | Erhöht das Ausgangsdrehmoment |
| Wärmeableitungsfähigkeit | Beeinflusst die Leistung im Dauerbetrieb |
Für Robotik- und Bewegungssteuerungsanwendungen gehören zu den wichtigsten Parametern in der Regel:
Drehmoment
Drehzahl
KV-Wert
Drehmomentdichte
Encoder-Genauigkeit
Thermische Leistung
Wie wählt man einen BLDC-Motor anhand der Anforderungen aus?
Nach Abschluss der Analyse der Anwendungsanforderungen besteht der nächste Schritt darin, die geeigneten BLDC-Motorparameter anhand der tatsächlichen Betriebsbedingungen auszuwählen.
Die wichtigsten Schritte im tatsächlichen Auswahlprozess umfassen:
1.Zunächst das erforderliche Drehmoment bestimmen
Das Drehmoment ist einer der wichtigsten Parameter bei der Auswahl eines BLDC-Motors.
Es bestimmt, ob der Motor die vorgesehene Last antreiben kann.
Die grundlegende Formel zur Berechnung des Drehmoments für ein rotierendes System lautet:
T = F × r
Dabei gilt:
T: Erforderliches Drehmoment (Nm)
F: Von der Last erzeugte Kraft (N)
r: Rotationsradius (m)
Zum Beispiel:
Ein Roboterarm muss eine Last von 5 kg tragen, und die Länge des Roboterarms beträgt 0,3 m.
Von der Last erzeugte Gewichtskraft:
F = 5 × 9.81 ≈ 49N
Erforderliches statisches Drehmoment:
T = 49 × 0.3
≈ 14.7Nm
Bei realen Robotikanwendungen kann der Motor jedoch nicht direkt anhand dieses Wertes ausgewählt werden.
Dies liegt daran, dass das System außerdem beeinflusst wird durch:
Beschleunigungsinertie
Reibungswiderstand
Laständerungen
Äußere Einwirkungen
Änderungen der Körperhaltung
und andere Faktoren während der Bewegung.
Daher ist bei der tatsächlichen Motorauswahl in der Regel eine Sicherheitsreserve erforderlich:
Nenndrehmoment des Motors ≥ Tatsächliches Lastdrehmoment × Sicherheitsfaktor
Der Sicherheitsfaktor wird normalerweise entsprechend den Anwendungsanforderungen bestimmt:
| Anwendung | Empfohlene Sicherheitsreserve |
| Geräte unter stabilen Betriebsbedingungen | 1,2~1,5-fach |
| Automatisierungsanlagen | 1,5~2-fach |
| Dynamische Roboterbewegung | Mehr als 2-fach |
Bei Roboterachsen ist die dynamische Leistung normalerweise wichtiger als lediglich die Erfüllung der statischen Lastanforderung.
2. Was ist der Unterschied zwischen Dauer- und Spitzendrehmoment?
Dies ist ein Problem, das bei der Auswahl eines BLDC-Motors leicht übersehen wird.
Viele Ingenieure konzentrieren sich nur auf das für ein Produkt angegebene maximale Drehmoment, doch das Spitzendrehmoment stellt nicht die langfristige Ausgangsleistung des Motors dar.
Dauerdrehmoment
Das Dauerdrehmoment bezeichnet das Drehmoment, das der Motor über einen langen Zeitraum stabil liefern kann.
Geeignet für:
Geräte, die über lange Zeiträume betrieben werden
Mobile AGVs
Automatisierungsanlagen
Halten der Roboterposition
Zum Beispiel:
Ein Roboterarm muss über einen langen Zeitraum eine feste Position halten und ist dabei auf das Dauerdrehmoment angewiesen, um die Last zu halten.
Spitzendrehmoment
Das Spitzendrehmoment bezeichnet die maximale Ausgangsleistung, die der Motor innerhalb eines kurzen Zeitraums erreichen kann.
Geeignet für:
Schnelle Beschleunigung
Momentane Laständerungen
Hochdynamische Roboterbewegungen
Zum Beispiel:
Roboterachse:
Das Halten einer normalen Last erfordert:
10Nm
Eine schnelle Bewegung kann erfordern:
20Nm
Daher muss der Motor beides erfüllen:
Ausreichendes Dauerdrehmoment
Ausreichendes Spitzendrehmoment
Daher darf man bei der Auswahl eines BLDC-Motors nicht nur auf das maximale Spitzendrehmoment achten. Zusätzlich müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Einschaltdauer
Laständerungen
Bewegungsgeschwindigkeit
Wärmeableitungsbedingungen
für eine umfassende Bewertung.
3. Wie bestimmt man die Drehzahl eines BLDC-Motors?
Nach der Bestimmung des Drehmoments muss die Motordrehzahl entsprechend den Bewegungsanforderungen des Geräts bestimmt werden.
Verschiedene Anwendungen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Drehzahl (RPM):
| Anwendung | Elektrowerkzeuge |
| Drohnen | Hohe Drehzahl, hoher Wirkungsgrad |
| Gimbals | Niedrige Drehzahl, hohe Stabilität |
| Roboterachsen | Niedrige bis mittlere Drehzahl, hohes Drehmoment |
| AGV | Wird entsprechend den Anforderungen an die Raddrehzahl bestimmt |
| Elektrowerkzeuge | Hochgeschwindigkeitsbetrieb |
Bei direktem Motorantrieb
Wenn der Motor direkt mit der Last verbunden ist, muss die Drehzahl entsprechend der gewünschten Bewegungsgeschwindigkeit berechnet werden.
Zum Beispiel:
Ein Drehmechanismus benötigt:
60 RPM
Dann muss die Ausgangsdrehzahl des Motors nahe bei:
60 RPM
Bei Verwendung eines Getriebes:
In Robotersystemen werden BLDC-Motoren normalerweise zusammen mit Getrieben eingesetzt.
Ein Getriebe reduziert die Ausgangsdrehzahl und erhöht gleichzeitig das Ausgangsdrehmoment.
Ausgangsdrehzahl = Motordrehzahl ÷ Übersetzungsverhältnis.
Zum Beispiel:
Ein Motor läuft mit 6000 RPM und das Übersetzungsverhältnis beträgt 30:1:
Ausgangsdrehzahl = 6000 ÷ 30
= 200 RPM
Ausgangsdrehmoment ≈ Motordrehmoment × Übersetzungsverhältnis × Wirkungsgrad.
Zum Beispiel:
Wenn das Motordrehmoment 1 Nm und das Übersetzungsverhältnis 30:1 beträgt:
Theoretisches Ausgangsdrehmoment = 1 × 30
= 30 Nm
Der tatsächliche Wert muss die Wirkungsgradverluste des Getriebes berücksichtigen.
Was bedeutet der KV-Wert eines BLDC-Motors?
KV ist ein wichtiger Parameter für die Motorauswahl.
Er bezeichnet die theoretische Erhöhung der Leerlaufdrehzahl pro 1 V und wird in RPM/V angegeben.
Theoretische Drehzahl ≈ KV × Spannung
Zum Beispiel:
Ein 100-KV-Motor bei 24 V:
100 × 24 = 2400 RPM
Die tatsächliche Drehzahl ist aufgrund von Faktoren wie Last, Wirkungsgrad, Spannungsabfall, Steuerungsmethode und Reibungsverlusten normalerweise niedriger.
Hoher KV-Wert vs. niedriger KV-Wert:
Hoher KV-Wert:
Höhere Drehzahl, geeignet für Hochgeschwindigkeitsanwendungen, mit relativ geringerem Drehmoment; wird häufig in Drohnen, Hochgeschwindigkeitslüftern und Hochgeschwindigkeits-Drehgeräten eingesetzt.
Niedriger KV-Wert:
Niedrigere Drehzahl und höheres Drehmoment pro Stromeinheit, wodurch er besser für das Antreiben von Lasten geeignet ist; wird häufig in Roboterachsen, Gimbals, elektrischen Aktuatoren und Roboterarmen eingesetzt.
Bei Robotikanwendungen wird normalerweise stärker auf hohes Drehmoment, hohe Steuerungspräzision und geringe Trägheit geachtet. Daher eignen sich BLDC-Motoren mit niedrigem KV-Wert und hohem Drehmoment häufig besser für Robotikanwendungen.
Wie wählt man die Betriebsspannung eines BLDC-Motors aus?
Die Spannung muss zur Stromversorgung des Systems passen.
Zu den gängigen Spannungsoptionen gehören 12 V, 24 V, 36 V, 48 V und Lösungen mit höheren Spannungen.
Die Kompatibilität mit dem Stromversorgungssystem muss berücksichtigt werden.
Zum Beispiel:
Wenn ein Robotersystem eine 48-V-Batterie verwendet, müssen Motor, Treiber und Steuerungssystem den entsprechenden Spannungsbereich von 48 V unterstützen.
Der Strombedarf kann mit folgender Formel berechnet werden:
P = V × I
Dabei gilt:
P: Leistung (W)
V: Spannung (V)
I: Strom (A)
Bei gleicher Leistung führt eine höhere Spannung zu einem niedrigeren Strom.
Zum Beispiel:
Ein 480-W-System:
Bei 24 V:
I = 480 ÷ 24 = 20 A
Bei 48 V:
I = 480 ÷ 48 = 10 A
Zu den Vorteilen einer höheren Spannung gehören:
Geringere Leitungsverluste
Geringere Wärmeentwicklung
Höherer Wirkungsgrad
Bessere Leistung im Langzeitbetrieb
Daher werden 24-V- und 48-V-Systeme in Robotern, AGVs und industriellen Automatisierungssystemen zunehmend eingesetzt.
Werden ein Getriebe und ein Encoder benötigt?
In vielen Robotik- und Automatisierungsanwendungen wird ein BLDC-Motor mit einem Getriebe, einem Encoder und einem Treiber kombiniert, um ein vollständiges Bewegungsaktor-System zu bilden.
Dies ist insbesondere bei Roboterachsen, Roboterarmen, Exoskelett-Robotern und humanoiden Robotern üblich.
Ein einzelner BLDC-Motor kann normalerweise nicht gleichzeitig alle folgenden Anforderungen erfüllen:
Hohes Drehmoment
Niedrige Drehzahl
Hohe Präzision
Kompakte Größe
Daher sind häufig ein Getriebe und ein Encoder erforderlich, um die gewünschte Bewegungsleistung zu erreichen.
Das Getriebe kann das Ausgangsdrehmoment erhöhen und die Ausgangsdrehzahl reduzieren, während der Encoder Positionsrückmeldungen für eine präzise Bewegungssteuerung liefert.
Diese Kombination ermöglicht den Einsatz von BLDC-Motoren in einem breiteren Spektrum von Hochleistungs-Bewegungsanwendungen.
Hohes Drehmoment
Niedrige Drehzahl
Hochpräzise Steuerung
Daher müssen ein Getriebe und ein Rückmeldesystem zusätzlich konfiguriert werden.
1. Warum benötigt ein BLDC-Motor ein Getriebe?
BLDC-Motoren haben normalerweise eine relativ hohe Drehzahl, während tatsächliche Roboterachsen Folgendes erfordern:
Bewegungen bei niedriger Drehzahl
Hohes Ausgangsdrehmoment
Präzise Steuerung
Zu den Hauptfunktionen eines Getriebes gehören:
1. Ausgangsdrehzahl reduzieren
Zum Beispiel:
Motor:
6000 RPM
Übersetzungsverhältnis:
50:1
Ausgang:
Ungefähr 120 RPM
2. Ausgangsdrehmoment erhöhen
Ein Getriebe kann einen Hochgeschwindigkeitsantrieb mit niedrigem Drehmoment in einen Niedriggeschwindigkeitsantrieb mit hohem Drehmoment umwandeln.
Zum Beispiel:
Motorausgang:
2Nm
Übersetzungsverhältnis:
50:1
Theoretischer Ausgang:
Ungefähr 100Nm
Der tatsächliche Wert muss Folgendes berücksichtigen:
Getriebewirkungsgrad
Reibungsverluste
Betriebstemperaturanstieg
3. Tragfähigkeit erhöhen
Bei Roboterachsen kann ein Getriebe dabei helfen, dass der Motor eine größere mechanische Last antreiben kann.
Typische Anwendungen:
Industrieroboter
Kollaborative Roboter
Humanoide Roboter
Exoskelett-Systeme
2. Warum benötigt ein BLDC-Motor einen Encoder?
Ein Encoder ist eine wichtige Rückmeldungskomponente in einem Bewegungssteuerungssystem.
Er kann Folgendes erfassen:
Rotorposition des Motors
Drehzahländerungen
Ausgangswinkel
Durch Echtzeit-Rückmeldung kann der Controller die Motorbewegung präziser anpassen.
Zu den Hauptfunktionen eines Encoders gehören:
1. Positionssteuerungsgenauigkeit verbessern
Zum Beispiel:
Ein Roboterarm muss sich präzise auf einen vorgegebenen Winkel bewegen.
Der Encoder kann Echtzeit-Rückmeldungen über die aktuelle Position liefern, sodass das Steuerungssystem eine Regelung im geschlossenen Regelkreis durchführen kann.
2. Bewegungsstabilität verbessern
Ohne Encoder kann das System die tatsächliche Position des Motors nicht präzise bestimmen.
Die folgenden Probleme können auftreten:
Positionsfehler
Schrittverluste
Instabile Steuerung
3. Dynamische Reaktion verbessern
Bei Hochgeschwindigkeitsbewegungen sowie beim schnellen Starten und Stoppen kann die Encoder-Rückmeldung dem Steuerungssystem helfen, schnelle Anpassungen vorzunehmen.
Vollständiger Auswahlprozess für BLDC-Motoren
Ein sinnvoller Auswahlprozess für einen BLDC-Motor umfasst normalerweise:
Anwendungsanforderungen definieren
↓
Lastdrehmoment berechnen
↓
Zieldrehzahl bestimmen
↓
KV-Wert und Betriebsspannung auswählen
↓
Leistungsanforderungen bewerten
↓
Getriebe und Encoder abstimmen
↓
Größe, Gewicht und thermische Leistung überprüfen
Praktische Fälle zur BLDC-Motorauswahl von CubeMars
Die Auswahl eines BLDC-Motors muss letztendlich auf das tatsächliche Anwendungsszenario zurückgeführt werden. Unterschiedliche Roboterplattformen stellen unterschiedliche Anforderungen an Motoren: Roboterarme legen mehr Wert auf Positionsregelung und Kraftregelungsleistung, Laufroboter stärker auf dynamische Reaktion und Drehmomentdichte, während mobile Roboter wie Mars-Rover Ausgangsdrehmoment, Tragfähigkeit und stabilen Betrieb in komplexen Umgebungen ausbalancieren müssen.
3-Achs-Roboterarm — QDD-Aktuator und bilaterale Steuerung
In einem 3-Achs-Roboterarmprojekt führte der Entwickler praktische Tests mit dem CubeMars AK45 V3.0 QDD-Aktuator durch und entwickelte ein bilaterales Steuerungssystem unter Verwendung von AK45-10 V3.0 KV75 und AK45-36 V3.0 KV80
Der Schwerpunkt dieses Falls lag nicht einfach auf dem Vergleich des maximalen Drehmoments der Motoren, sondern auf der Prüfung der Rücktreibbarkeit, der Kraftregelungsfähigkeit, der Positionsrückmeldung und der dynamischen Reaktion des Aktuators in einer tatsächlichen Roboterachse.
Der CubeMars AK45 V3.0 verwendet ein Doppel-Encoder-Design, das gleichzeitig Positionsinformationen von der Motorseite und der Ausgangsseite erfassen kann. Der motorseitige Encoder wird für die Rückmeldung der Rotorposition verwendet, während der ausgangsseitige Encoder die Position der Ausgangswelle des Getriebes direkt erfasst und dadurch die Positionsrückmeldung der Roboterachse verbessert.
Im Test verwendet der AK45-10 V3.0 KV75 ein Übersetzungsverhältnis von 10:1, während der AK45-36 V3.0 KV80 ein Übersetzungsverhältnis von 36:1 verwendet. Das niedrigere Übersetzungsverhältnis verleiht dem AK45-10 eine bessere Rücktreibbarkeit und macht ihn besser für Roboteranwendungen geeignet, die nachgiebige Bewegungen und Kraftregelung erfordern; das höhere Übersetzungsverhältnis kann ein größeres Ausgangsdrehmoment bereitstellen und eignet sich daher besser für Anwendungen, bei denen Tragfähigkeit und Positionshaltung im Vordergrund stehen.
Dieser Fall demonstriert außerdem eine bilaterale 3-Achs-Steuerung. Der Bediener steuert die Slave-Seite des Roboters über das Gerät auf der Master-Seite und erhält eine Echtzeit-Kraftrückmeldung. Dies zeigt, dass bei Roboterarmen und Mensch-Roboter-Interaktionsrobotern bei der Motorauswahl nicht nur Drehmoment und Drehzahl berücksichtigt werden müssen, sondern auch:
Rücktreibbarkeit
Drehmomentregelungsfähigkeit
Encoder-Rückmeldung
Regelgeschwindigkeit
Kommunikationslatenz
Übersetzungsverhältnis
Auswahlhinweise: Unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse für unterschiedliche Roboteranforderungen
Die Tests mit AK45-10 und AK45-36 zeigen, dass bei der Auswahl eines QDD-Aktuators nicht nur das Spitzendrehmoment berücksichtigt werden sollte. Ebenso wichtig sind die spezifischen Anforderungen des Robotergelenks, darunter Rücktreibbarkeit, Ausgangsdrehmoment, Bewegungsnachgiebigkeit und Positionsregelung.
Für Anwendungen, die eine natürliche Gelenkbewegung, eine hohe Rücktreibbarkeit, Kraftregelung und die Mensch-Roboter-Interaktion erfordern, kann ein niedrigeres Übersetzungsverhältnis eine direktere Kraftübertragung und eine bessere Rücktreibbarkeit ermöglichen. Für Gelenke, bei denen ein höheres Ausgangsdrehmoment, eine größere Tragfähigkeit und eine stärkere Positionshaltefähigkeit gefragt sind, kann je nach Lastanforderungen ein höheres Übersetzungsverhältnis in Betracht gezogen werden.
Daher sollte bei der Auswahl eines BLDC-Motors oder QDD-Aktuators das Übersetzungsverhältnis nicht allein anhand des maximalen Drehmoments bestimmt werden. Stattdessen sollten Last, Betriebsgeschwindigkeit, Gelenknachgiebigkeit, Anforderungen an die Kraftregelung und Positionsgenauigkeit des Roboters ganzheitlich berücksichtigt werden.
DIY-Laufroboter — BLDC-Motorauswahl für dynamische Bewegungen
Im Vergleich zu fest installierten mechanischen Anlagen stellen Laufroboter komplexere Anforderungen an Motoren. Wenn der Roboter läuft, springt, sich dreht und seine Körperhaltung anpasst, beschleunigen, verzögern und ändern die Achsen kontinuierlich ihre Richtung. Daher muss der Motor nicht nur ein ausreichendes Drehmoment liefern, sondern auch eine gute dynamische Reaktionsfähigkeit aufweisen.
Bei Laufrobotern wird empfohlen, bei der Auswahl eines BLDC-Motors insbesondere auf die folgenden Faktoren zu achten:
Spitzendrehmoment
Dauerdrehmoment
Drehmomentdichte
Motorgewicht
Rücktreibbarkeit
Reaktionsgeschwindigkeit
Abmessungen der Achse
Insbesondere beeinflusst das Eigengewicht des Motors direkt die gesamte Bewegungsinertie des Roboters. Daher reicht es nicht aus, einfach einen „Motor mit hohem Drehmoment“ auszuwählen; vielmehr muss ein Gleichgewicht zwischen Drehmoment und Gewicht erreicht werden.
CubeMars QDD-Aktuatoren verwenden ein relativ niedriges Übersetzungsverhältnis und schaffen dadurch ein Gleichgewicht zwischen Ausgangsleistung, dynamischer Reaktion und Rücktreibbarkeit, wodurch sie für Roboterplattformen geeignet sind, die schnelle Achsbewegungen erfordern. Auch die offiziellen Materialien von CubeMars positionieren QDD-Aktuatoren für hochdynamische Anwendungen wie Laufroboter.
Bei Laufrobotern unterscheiden sich die Belastungen der verschiedenen Achsen ebenfalls. Beispielsweise können Hüft-, Knie- und Sprunggelenke deutlich unterschiedliche Drehmomente und Bewegungsmuster aufweisen. Daher sollten bei der tatsächlichen Auswahl auch Berechnungen entsprechend der Position der Achse, der Bewegungsrichtung, der Last und der Bewegungshäufigkeit separat durchgeführt werden, anstatt im gesamten Roboter dieselbe Spezifikation zu verwenden.
Auswahlhinweis:
Bei Laufrobotern sollte die Auswahl von BLDC-Motoren eine hohe Drehmomentdichte, geringes Gewicht, schnelle Reaktion und gute Rücktreibbarkeit priorisieren. Die Motorspezifikationen sollten entsprechend der tatsächlichen Last jeder einzelnen Achse separat bestimmt werden.
Mars-Rover — Motorauswahl für komplexes Gelände
Das Mars-Rover-Projekt. Im Vergleich zu Roboterarmen und Laufrobotern ist ein Mars-Rover ein typischer mobiler Roboter, dessen Motoren während der tatsächlichen Bewegung eine kontinuierliche Leistungsabgabe liefern müssen.
Ein Mars-Rover muss möglicherweise mit Folgendem umgehen:
Unebenes Gelände
Steigungen
Unterschiedlicher Fahrbahnwiderstand
Häufiges Starten und Stoppen
Langfristiger Betrieb
Daher müssen bei der Auswahl eines BLDC-Motors für diese Art von Anwendung insbesondere Ausgangsdrehmoment, Drehzahl, Dauerbetriebsfähigkeit, Systemeffizienz und Zuverlässigkeit berücksichtigt werden.
Bei mobilen Robotern sollte der Motor nicht einfach auf ein maximales Spitzendrehmoment ausgelegt werden. Noch wichtiger ist, dass sichergestellt wird, dass der Motor während des gesamten tatsächlichen Betriebszyklus kontinuierlich eine ausreichende Ausgangsleistung bereitstellen kann.
Daher kann bei der Auswahl eines Motors für einen Mars-Rover der folgende Ansatz verwendet werden:
Schritt 1: Die vom Fahrzeug benötigte Antriebskraft berechnen.
Die erforderliche Antriebskraft wird anhand des Gesamtgewichts des Fahrzeugs, des Radradius, der Steigung und des Fahrbahnwiderstands berechnet.
Schritt 2: Das von den Rädern benötigte Drehmoment berechnen.
Das erforderliche Drehmoment am Motorausgang wird anhand der Antriebskraft und des Radradius bestimmt.
Schritt 3: Die Zielgeschwindigkeit des Fahrzeugs bestimmen.
Die Ausgangsdrehzahl wird anhand des Raddurchmessers und der gewünschten Fahrgeschwindigkeit bestimmt.
Schritt 4: Das Übersetzungsverhältnis bestimmen.
Wenn der BLDC-Motor selbst eine relativ hohe Drehzahl aufweist, kann ein Untersetzungsmechanismus verwendet werden, um die Ausgangsdrehzahl zu reduzieren und das Ausgangsdrehmoment zu erhöhen.
Schritt 5: Die Dauerbetriebsfähigkeit überprüfen.
Neben dem Spitzendrehmoment müssen auch Dauerdrehmoment, Temperaturanstieg und Stabilität während des Langzeitbetriebs überprüft werden.
Die Anwendungen von CubeMars-Roboteraktuatoren umfassen auch Szenarien wie mobile Roboter und Mars-Rover. Laut den offiziellen Materialien von CubeMars musste ein Projekt von Toronto MetRobotics die Navigation über unebenes Gelände und Roboterarmoperationen in einer komplexen Mars-Simulationsumgebung durchführen, wodurch umfassende Anforderungen an die Genauigkeit der Aktuatorsteuerung, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Stabilität gestellt wurden.
Auswahlhinweis:
Bei mobilen Robotern wie Mars-Rovern sollte die Motorauswahl vom gesamten Fahrzeugsystem ausgehen und nicht nur einzelne Motorparameter betrachten. Last, Fahrzeuggeschwindigkeit, Radgröße, Übersetzungsverhältnis, kontinuierliche Betriebsdauer und Betriebsumgebung müssen umfassend berücksichtigt werden.
Wie wählt man einen BLDC-Motor für verschiedene Anwendungen aus?
Unterschiedliche Anwendungen setzen unterschiedliche Prioritäten bei den Parametern von BLDC-Motoren.
1. Roboterachsen
Roboterachsen benötigen normalerweise:
Hohes Drehmoment
Hohe Drehmomentdichte
Geringe Trägheit
Hochpräzise Rückmeldung
Schnelle Reaktion
Wichtige Überlegungen:
| Parameter | Parameter |
| Drehmoment | ★★★★★ |
| Drehmomentdichte | ★★★★★ |
| Encoder | ★★★★★ |
| Reaktionsgeschwindigkeit | ★★★★ |
| Gewicht | ★★★★ |
Empfohlene Richtung:
BLDC-Motor mit niedrigem KV-Wert und hohem Drehmoment + hochpräziser Encoder + Getriebe.
2. Roboterarme
Roboterarme müssen Folgendes ausbalancieren:
Tragfähigkeit
Positioniergenauigkeit
Dynamische Leistung
Wichtige Überlegungen:
Dauerdrehmoment
Spitzendrehmoment
Genauigkeit der Positionsrückmeldung
Gleichmäßigkeit der Bewegung
Bei kollaborativen Robotern müssen außerdem folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Geringes Geräusch
Geringe Vibration
Sicherheit
3. Drohnen
Drohnenanwendungen konzentrieren sich normalerweise stärker auf:
Gewicht
Wirkungsgrad
Drehzahl
Wichtige Parameter:
Hoher KV-Wert
Hoher Wirkungsgrad
Leichtbauweise
Im Gegensatz zu Roboterachsen sind Drohnen stärker auf eine Hochgeschwindigkeits-Drehleistung angewiesen.
4. Gimbals
Gimbals benötigen hauptsächlich:
Stabilität
Schnelle Reaktion
Präzise Steuerung
Wichtige Überlegungen:
Geringe Trägheit
Geringes Rastmoment (Cogging Torque)
Gleichmäßiger Betrieb
Encoder-Genauigkeit
5. Mobile AGV-Roboter
AGVs konzentrieren sich normalerweise auf:
Ausgangsdrehmoment
Betriebseffizienz
Langfristige Zuverlässigkeit
Wichtige Parameter:
Dauerdrehmoment
Wärmeableitungsfähigkeit
Lebensdauer des Motors
Systemeffizienz
Häufige Fehler bei der Auswahl von BLDC-Motoren
Fehler 1: Nur auf das maximale Drehmoment achten
Viele Anwender stellen vor allem die Frage:
"Wie hoch ist das maximale Spitzendrehmoment?"
Das Spitzendrehmoment stellt jedoch nur die kurzfristige Ausgangsleistung dar.
Bei der tatsächlichen Auswahl müssen alle folgenden Faktoren berücksichtigt werden:
Dauerdrehmoment
Spitzendrehmoment
Einschaltdauer
Wärmeableitungsbedingungen
Fehler 2: Annehmen, dass ein höherer KV-Wert immer besser ist
Ein höherer KV-Wert bedeutet nicht, dass der Motor eine bessere Leistung aufweist.
Hoher KV-Wert:
Vorteile:
Höhere Drehzahl
Nachteile:
Relativ geringeres Drehmoment
Niedriger KV-Wert:
Vorteile:
Höhere Drehmomentfähigkeit
Besser für Lastanwendungen geeignet
Richtige Auswahlmethode:
Basierend auf:
Drehzahlanforderungen
Größe der Last
Spannungsbedingungen
Eine umfassende Bewertung durchführen.
Fehler 3: Treiberkompatibilität ignorieren
Ein BLDC-Motor arbeitet nicht unabhängig.
Das vollständige System muss aufeinander abgestimmt sein:
Motor
Treiber
Stromversorgung
Steuerungssystem
Wenn die Antriebsleistung nicht ausreicht, kann selbst ein hervorragender Motor seine tatsächliche Leistung nicht entfalten.
Fehler 4: Thermisches Design ignorieren
Bei einem langfristigen Betrieb unter hoher Last beeinflusst der Temperaturanstieg Folgendes:
Motoreffizienz
Ausgangsleistung
Lebensdauer
Daher müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Betriebszeit
Umgebungstemperatur
Lastgrad
Wärmeableitungsstruktur
CubeMars BLDC-Motorlösungen
Für Hochleistungsanwendungen wie Roboter, Roboterarme und elektrische Aktuatoren bietet CubeMars Bewegungssteuerungslösungen für unterschiedliche Anforderungen.
Dazu gehören:
Rahmenlose Drehmomentmotoren
Integrierte Aktuatoren
Hochpräzise Encoder-Lösungen
Antriebssysteme für Roboterachsen
Bei Roboteranwendungen müssen Ingenieure nicht nur einen Motor, sondern ein vollständiges Bewegungssystem auswählen.
Eine hervorragende Antriebslösung für Roboter muss gleichzeitig Folgendes bieten:
Hohe Drehmomentdichte
Kompakte Größe
Schnelle dynamische Reaktion
Präzise Steuerung
Langfristig zuverlässigen Betrieb
Zusammenfassung
Die Auswahl eines geeigneten BLDC-Motors besteht nicht einfach darin, das Modell mit der höchsten Leistung, höchsten Drehzahl oder dem höchsten Drehmoment zu finden. Stattdessen geht es darum, entsprechend den spezifischen Anwendungsanforderungen das beste Gleichgewicht zwischen Leistung, Größe, Effizienz und Steuerungsgenauigkeit zu finden.
Während des tatsächlichen Auswahlprozesses müssen Ingenieure zunächst die Bewegungsanforderungen des Geräts definieren, einschließlich:
Lastgröße
Zieldrehzahl
Betriebszeit
Betriebsumgebung
Einbauraum
Anforderungen an die Steuerungsgenauigkeit
Anschließend werden die wichtigsten Motorparameter anhand dieser Bedingungen bestimmt:
Das Drehmoment bestimmt, ob der Motor die Last antreiben kann, die Drehzahl bestimmt die Bewegungseffizienz, der KV-Wert beeinflusst die Drehzahlcharakteristik des Motors, die Spannung bestimmt die Systemkompatibilität und die Leistung bestimmt die gesamte Ausgangsleistung.
Bei gewöhnlichen rotierenden Geräten kann die Auswahl eines geeigneten BLDC-Motors hauptsächlich die Berücksichtigung von Drehzahl und Leistung umfassen. Bei Hochleistungsanwendungen wie Robotern, Roboterarmen, Exoskeletten und intelligenten Aktuatoren reicht es jedoch nicht aus, sich nur auf diese Parameter zu konzentrieren.
Bei diesen Anwendungen müssen normalerweise zusätzlich folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Hohe Drehmomentdichte für eine stärkere Ausgangsleistung in einem kompakteren Gehäuse
Trägheitsarmes Design für eine schnellere dynamische Reaktion
Hochpräziser Encoder für eine genaue Positionsrückmeldung
Geringes Geräusch und geringe Vibration für eine verbesserte Bewegungsstabilität
Hervorragende Wärmeableitungsfähigkeit für einen langfristig zuverlässigen Betrieb
Abstimmung von Motor, Getriebe und Treiber als Gesamtsystem
Insbesondere in der Robotik arbeiten BLDC-Motoren normalerweise nicht unabhängig, sondern dienen als Teil eines vollständigen Bewegungssystems, wobei ein Getriebe, ein Encoder und ein Controller gemeinsam einen Hochleistungsaktuator bilden. Daher muss bei der Auswahl eines Motors für einen Roboter das gesamte System bewertet werden, anstatt lediglich einzelne Motorparameter zu vergleichen.
Ein korrekter Auswahlprozess für einen BLDC-Motor sollte wie folgt aussehen:
Anwendungsanforderungen definieren → Lastdrehmoment berechnen → Betriebsgeschwindigkeit bestimmen → Spannung und KV-Wert auswählen → Leistungsanforderungen bewerten → Getriebe und Encoder abstimmen → Größe, Gewicht und Wärmeableitungsleistung überprüfen.
Durch eine wissenschaftliche Auswahlmethode können Probleme wie unzureichende Motorleistung, geringer Wirkungsgrad, übermäßiger Temperaturanstieg oder eine falsche Systemabstimmung vermieden und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Lebensdauer des Geräts verbessert werden.
Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Robotik- und Automatisierungstechnologien entwickeln sich BLDC-Motoren in Richtung höherer Leistungsdichte, kompakterer Bauweise, präziserer Steuerung und höherer Intelligenz. Für Robotersysteme der nächsten Generation bedeutet die Auswahl des richtigen BLDC-Motors nicht nur eine stabile und zuverlässige Leistungsabgabe, sondern bringt auch größere Flexibilität, schnellere Reaktionsgeschwindigkeit und ein höheres Anwendungspotenzial für das gesamte Bewegungssystem.
Daher sollte die Auswahl von BLDC-Motoren – unabhängig davon, ob es sich um Roboterachsen, Roboterarme, AGVs, elektrische Aktuatoren oder andere intelligente Geräte handelt – auf den tatsächlichen Anwendungsanforderungen basieren. Dabei sollten Drehmoment, Drehzahl, Effizienz, Steuerungsfähigkeit und Systemintegrationsfähigkeit umfassend bewertet werden, um die Motorlösung zu finden, die am besten zum jeweiligen Projekt passt.